Die echte Desert Operation

Der Begriff Desert-Operation beschreibt militärische Einsätze in der Wüste oder in extrem trockenem Terrain. Die Erdoberfläche besteht zu gut einem Drittel aus Steppe oder Wüste, das ist mehr als alle sonstigen Landformen. Wie in der Vergangenheit zu sehen war, sind diese Regionen immer wieder Zentrum von militärischen Konflikten gewesen. Teilweise ­ging ­es um natürliche Ressourcen, aber auch religiöse Konflikte oder strategische Interessen.

Die militärische Führung der USA hat lange das hohe Potenzial einer Verwicklung in diese Auseinandersetzungen erkannt und reagiert. In den US-Army-Ausbildungszentren wurden die Streitkräfte unter realen Wüstenbedingungen auf Desert-Operation trainiert. Der Erfolg der Operation Desert Storm kann hauptsächlich auf diese realistischen Ausbildungskonditionen zurückgeführt werden.

Eine Desert-Operation erfordert ein hohes Maß an Anpassung an das Klima

Eine Desert-Operation erfordert ein hohes Maß an Anpassung an das Klima

Wüsteneinsätze oder Desert-Operation erfordern ein hohes Maß an Anpassung an das Klima und an die daraus sich ergebenden Einschränkungen. Erfolg hängt vor allem davon ab, dass Soldaten und Material perfekt an die klimatischen Konditionen angepasst werden, physisch und psychologisch. Ausrüstung und Taktik müssen an diese staubige Landschaft angepasst werden, wo Temperaturen binnen 24 Stunden zwischen extrem heiß und frostig kalt schwanken und wo von einer Minute auf die Andere die Sicht sich von 50km auf 1m verändern kann.

Der Schlüssel zum Erfolg einer Desert-Operation ist große Mobilität. Das bewiesen klar die Bodeneinsätze der Operation Desert Storm. Die angewandte Taktik waren weite schnelle Flankenbewegungen, ähnlich die des Feldmarschalls Rommel im 2. Weltkrieg. Für den Wüsteneinsatz modifizierte Waffen und die hohe Mobilität der Einsatzkräfte verhalfen der US Army in ihren Desert Operation schließlich zum Sieg.
Die bekanntesten Desert-Operation fanden auf der arabischen Halbinsel und im Irak statt. Operation Desert Storm führte zur Befreiung von Kuwait, nachdem es durch die Truppen Saddam Husseins im August 1990 besetzt worden war.

Kuwait war Hauptlieferant von Erdöl für die Vereinigten Staaten. Die Invasion Kuwaits stellte darüber hinaus eine ernsthafte Bedrohung für den Nachbarn Saudi Arabien da, ebenfalls ein Hauptlieferant von Erdöl. In den letzten Monaten des Jahres 1990 bereitete die US Army deshalb massiv die Verteidigung Saudi Arabiens gegen die irakischen Truppen vor, die Aktion wurde als Operation Desert Shield bekannt. Nachdem Saddam Hussein sich nicht zu einem Rueckzug aus Kuwait bewegen lies, wurde aus der Operation Desert Shield am 15. Januar 1991 die Operation Desert Storm, die letztendlich siegreich beendet werden konnte.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*